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Nuijohrschreie: eine alte Tradition zur Jahreswende

Alpewirtin Martina von Martina Mesch am 21.12.2017

Gerade im Allgäu werden Traditionen und Bräuche gehegt und gepflegt. So auch das traditionelle "Nuijohrsschreie" zur Jahreswende. Doch was steckt hinter dem seltsam klingenden Brauch? Martina zelebrierte dieses Brauchtum selbst und klärt Sie auf.

"Tradition pflegen heißt nicht, Asche aufbewahren, sondern Glut am Glühen halten."

Für viele ist Silvester auch heute noch ein wichtiger Tag, denn an diesem Tag ist das "Nüjahr-Schprenga" oder auch "Nuijohrschreie" angesagt.

Was ist dieses "Nuijohrschreie"

Der Brauch des "Nuijohrschreie" wird schon seit mehreren hundert Jahren von Kindern und Jugendlichen aus dem Allgäu im Alter von sechs bis ca. 15 Jahren durchgeführt. Früher zogen meistens nur die Jungs am Neujahrstag durch das Dorf, um jedem Bewohner einen guten Wunsch für das Neue Jahr mitzugeben. Größtenteils ging es schon in der Früh um 5 oder halb 6 los, da die Wege zu Fuß abgelaufen werden mussten und die Häuser meist Kilometer auseinander standen. Ein Großteil der damaligen Allgäuer waren Bauern und normalerweise um diese Uhrzeit schon im Stall zum Arbeiten. Daher schrien die Kinder ihren Wunsch "Gelobt sei Jesus Christ. A guots Nuis Johr alle mitanond!" in die Dunkelheit, bis jemand aus dem Stall oder Haus kam.

Für ihre guten Wünsche bekamen die Kinder damals einen Apfel, eine Dörrbirne oder mit viel Glück auch mal etwas Geld. Doch mit dem Mittagsläuten um 12 Uhr musste das Neujahrsschreien beendet sein. Sonst bekamen die Kinder keine Belohnung mehr, sondern den Spruch "SKraut isch scho gesse" (Hier ist nichts mehr zu holen) zugerufen.

Damals wie Heute

Manche Gemeinden praktizieren zum Glück auch noch heute den Brauch des "Nuijohrschreie". Kinder ab der ersten bis zur neunten Klasse ziehen von Haus zu Haus, um ihren Nachbarn "as guats nüüs Jahr alla midnand" zu wünschen. Fällt Silvester, wie dieses Jahr, auf einen Sonntag, kann man die Kinder schon einen Tag zuvor auf den Straßen antreffen.

Bespiele für Neujahrswünsche:

  • "Mir wünschet uib a guets nuis Johr!"
  • "Gelobt sei Jesus Christ. A guots nuis Johr alle mitanond!"
  • "A kluines Wünschlein bring i fraindlich dar, Gott schütze uib im Nuien Johr"
  • "So treten wir ins neue Jahr, getrosten Mutes, ein - Und was im alten noch nicht war, erfülle sich im neuen"

Auch wir wünschen Ihnen ein gutes Neues Jahr und freuen uns schon, Sie nächstes Jahr bei uns in der Alpe Oberstdorf begrüßen zu dürfen.

Mitanond in das Neue Jahr

Haben Sie schon einen guten Vorsatz fürs Neue Jahr? Wie wäre es mit mehr gemeinsamer Zeit mit der Familien. "MITANOND" wird bei uns auf der Alpe Oberstdorf groß geschrieben!

Im Alltag fehlt oft die Zeit für ausgiebiges Zusammensein mit der ganzen Familie. Auf der Alpe Oberstdorf gibt es viele Möglichkeiten, gemeinsame Stunden in lockerer und uriger Atmosphäre zu verbringen, wie bei unserem kulinarischen Angebot "Mitanond".

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Miteinander - kommt das heutzutage nicht oft zu kurz? Auf der Alpe Oberstdorf legen wir deshalb viel Wert auf geselliges Abendessen und gemütl…